Endstation Fürbringerstraße
Martin Jungmann lässt es gut seinDreieinhalb Jahre sind eine ganze Weile. Der Kiez hat sich verändert, der Kiez, und sicherlich auch ich. Die Fassaden sind bunter geworden, das Haar grauer. Wär ja auch langweilig, wenn alles bleibt wie es ist.
Seit der vierten Ausgabe bin ich dabei, ich habe bewegte KuK-Jahre erlebt. Die ersten Produktionen noch an improvisierten Netzwerken in einer Neuköllner Mietswohnung, das Büro in der Gneisenau ist abgefackelt, jetzt geht es in der Fürbringer zu Werke. Doch wichtiger als Räume sind immer die Menschen. Es kamen einige und gingen wieder, andere blieben. Mit allen hat es meistens Spaß gemacht, Danke dafür! Einer wurde mir zum Freund (zwei sogar, wenn Schindler zählt).
Ich lasse es gut sein und werde sicherlich eine Träne weinen oder auch zwei, wenn ich heute meinen letzten Punkt in die KuK setze, genauer: gesetzt haben werde. Soviel Grammatik-Klugscheißerei muss einfach sein, habe ich ja sonst auch immer gemacht.
Als neugieriger Leser bleibe ich der KuK erhalten. Denn ich bleibe hoffentlich noch sehr lange hier im Kiez. Nur das Schreiben, Labern, Kalauern, Rum-frickeln, das sollen und werden jetzt andere machen. Habt Spaß dabei, Leute, und klopft dem guten alten Dr. S. weiterhin munter auf die Flossen!
Jeder Mensch ist zu ersetzen, das gilt für mich ganz besonders.
Ich muss jetzt ganz schnell weg, die ersten Tränen kommen schon. Wenn mich jemand sucht - ich bin mal eben eine Runde Flippern.